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Gewinnung von Pensionärinnen und Pensionären für den Schuldienst

Um dem Unterrichtsbedarf auch an Berufskollegs nachzukommen und die Kolleginnen und Kollegen zu entlasten, hat das Ministerium für Schule und Bildung NRW ein Maßnahmenpaket beschlossen, das die Gewinnung von Pensionärinnen und Pensionäre für den Schuldienst vorsieht.

Hintergrund ist der weiter zu erwartende Lehrkräftemangel. So wurden im Kalenderjahr 2018 zwar landesweit in allen Schulformen über 5.900 Lehrkräfte eingestellt, aber nicht alle Stellen zum Schuljahresbeginn 2018/19 konnten besetzt werden.

Laut der neuen Lehrerbedarfsprognose 2018 für das Land NRW, fehlen in den kommenden zehn Jahren an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen der Sekundarstufe I sowie an den Berufskollegs und für das Lehramt für sonderpädagogische Förderung kumuliert 15.000 Lehrkräfte.

Demgegenüber besteht für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen in diesem Zeitraum voraussichtlich ein Bewerberüberhang von 16.000 Lehrkräften.

 

Als Maßnahme zur Verbesserung der Lehrkräfteversorgung, sieht diese für angehende oder bereits in den Ruhestand getretene Lehrkräfte konkret folgendes vor:

 

a) Hinausschieben des Ruhestandes

 

Der Eintritt in den Ruhestand kann auf Antrag von Beamtinnen und Beamten um bis zu drei Jahre, längstens jedoch bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres, hinausgeschoben werden, wenn dies im dienstlichen Interesse liegt.

Lehrkräfte, die sich zum Zeitpunkt des Erreichens der Regelaltersgrenze bereits den Höchstruhegehaltssatz (71,75 Prozent) erarbeitet haben, erhalten ab diesem Zeitpunkt einen Besoldungszuschlag in Höhe von zehn Prozent des monatlichen Grundgehalts (bis zu 500 Euro im Monat möglich). Lehrkräfte, die den Höchstruhegehaltssatz noch nicht erreicht haben, erhöhen durch die Fortsetzung ihrer Tätigkeit im Beamtenverhältnis ihre Versorgungsansprüche um jährlich knapp 1,8 Prozent.

 

b) Aussetzung der Hinzuverdienstgrenze für pensionierte Lehrkräfte

 

Bis zum 31. Dezember 2019 ist die Hinzuverdienstgrenze für pensionierte Lehrkräfte ausgesetzt, die nach dem Eintritt in den Ruhestand als Tarifbeschäftigte weiter in den Schulen stundenweise unterrichten. Das Schulministerium spricht sich dafür aus, die Aussetzung über das Jahr 2019 hinaus zu verlängern. Notwendig ist hierfür eine Änderung des § 66 Abs. 13 Landesbeamtenversorgungsgesetz.

 

Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.verena.nrw.de eingestellt.

 

Der vlbs weist ausdrücklich darauf hin dass die Sicherung der Lehrerversorgung gerade an Berufskollegs zur Aufrechterhaltung der Unterrichtsqualität dringend notwendig ist und weitere geeignete Maßnahmen getroffen werden müssen!

Darüber hinaus sollte der Beruf des Lehrers / der Lehrerin insgesamt attraktiver werden.