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Qualitäts- und Investitionsoffensive für Berufskollegs jetzt

Die Sicherung von Mindeststandards für die sächliche Ausstattung sämtlicher Berufskollegs in NRW fordern jetzt erneut die vlbs-Vorsitzenden Wilhelm Schröder und Michael Suermann (Stellvertreter). Aktueller Anlass ist die Vorlage des Haushaltsgesetzentwurfes 2018 durch die Landesregierung. Dort sind weitere 250 zusätzliche Stellen für Berufskollegs für 2018 eingeplant.

„Wir begrüßen natürlich die Ausweisung weiterer Stellen im Landeshaushalt, nachdem bereits im Nachtragshaushalt 2017 die gleiche Stellenzahl ausgewiesen wurde. Diese Stellen werden für Berufskollegs dringend benötigt. Allerdings gibt es auch einen Bewerbermangel insbesondere im Elektro- und Metall- und Maschinenbaubereich. Da braucht es auch endlich strukturelle Verbesserungen bei der Lehrerausbildung – und zwar bundesweit“, meint Michael Suermann, der auf der Vertreterversammlung des vlbs am 24./25. November in Neuss zum Verbandsvorsitzenden kandidiert.

Hinweise darauf, man könne ja auch „Meister“ aus Handwerk und Industrie beschäftigen, beruhen sicher auch auf Missverständnissen bei der Einschätzung der Faktenlage. Denn weder kann jeder mal schnell, der sich dazu berufen fühlt, Pädagoge werden, noch stehen Meister überhaupt zur Verfügung. Sie werden ja dort in einer wachsenden Wirtschaft in Industrie und Handwerk dringend benötigt - unsere Jugendlichen brauchen aber die beste Ausbildung und dafür die besten Lehrerinnen und Lehrer.

Klare Richtungsentscheidung zugunsten der beruflichen Bildung und Berufskollegs gefordert

Der in den vergangenen Jahren entstandene Investitionsstau muss aus Sicht des Verbandes durch Investitionen in Personal, aber auch in Gebäude und Sachausstattung aufgelöst werden. Michael Suermann: „Die Digitalisierung und das schnelle Internet kosten noch einmal extra. Denn für Berufskollegs ist es mit WLAN und neuen Routern nicht getan. Hier geht es um die Vernetzung bei der Automatisierung und Steuerung von Maschinen und Produktionsanlagen“.

Ob da das Kreditprogramm „Gute Schule“ den Berufskollegs helfen kann, wird ja von manchen  inzwischen eher kritisch eingeschätzt angesichts der Umsetzungsschwierigkeiten von teils sowieso verschuldeten Kommunen und dem hohen Sanierungsbedarf z.B. im Sanitärbereich bei allen Schulformen.

Deshalb möchte der Verband eine klare Richtungsentscheidung der bildungspolitischen Akteure in der Landespolitik erreichen zugunsten der beruflichen Bildung und Berufskollegs.

 

Mutterschutzrechte beschäftigter Mütter sollen verbessert werden

Das Innenministerium NRW hat einen Verordnungsentwurf zur Änderung der Freistellungs- und Urlaubsverordnung (FrUrlV) NRW vorgelegt. Unter anderem soll/sollen:

-   der Arbeitgeber verpflichtet werden neben dem bisherigen Ziel des  

    Gesundheitsschutzes bei Schwangerschaft/Mutterschaft, alle   

    Möglichkeiten zu nutzen, damit schwangere Frauen ihre berufliche Tätigkeit   

    fortsetzen können - und zwar ohne Gefährdung ihrer oder des Kindes Gesundheit.

-   Zeiten der Freistellung für Untersuchungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft   

    künftig in vollem Umfang als Arbeitszeit berücksichtigt werden, einschließlich   

    erforderlicher Wegzeiten.  

   

Der vlbs wird über die dann beschlossenen Änderungen zeitnah informieren.

   

Vertreterversammlung am 24./25. November 2017 in Neuss

 

Investieren in Berufskollegs – das ist Zukunft jetzt!

 

Freitag,24.November

09.00/11.00 Uhr Fortbildungs-Workshops

14.00 Uhr Öffentlicher Hauptteil

 

Hans-Jürgen Steffens                                                                   Düsseldorf, 14.11.2017

Geschäftsführer